Plankenfels - ein feines Stück Fränkische Schweiz

Schloss von Plankenfels - ein steinerner Zeuge der Vergangenheit

Schloss PlankenfelsAnsicht aus dem Wiesenttal Malerisch schön steht heute noch mitten in der Gemeinde das Schloss Plankenfels auf steilem Felsen über dem Wiesenttal.

Auf dem Ansitz waren einst die Herren von Plankenfels. Der 1255 erstmals erwähnte Konrad von Plankenfels dürfte der Sohn des Konrad von Plankenstein gewesen sein. Das Schloss erscheint urkundlich am 23. März 1403 als burggräfliches Lehne des Jorg von Plankenfels. Wahrscheinlich war die Burg, das Schloss, ursprünglich freies Eigen des Geschlechtes.

Wann und unter welchen Umständen die Lehensauftragung an die Burggrafen erfolgt ist, lässt sich nicht ermitteln. Jorg von Plankenfels wurde 1421 nochmals mit dem Schloss Plankenfels belehnt. Auf ihn folgten 1430 und 1432 Hans, Konz, Jorg und Balthasar von Plankenfels. Weitere Lehensträger waren Konz von Plankenfels 1441, Friedrich und Jorg von Plankenfels 1472 und zuletzt 1486 Jorg von Plankenfels. Er war der letzte Plankenfels zu Plankenfels. Nach seinem Tode fiel das Schloss an die Markgrafenstadt Bayreuth. Die genaue Zeit der Besitzübergabe an die Wichsensteiner steht nicht fest.
Im Jahre 1542 verkaufte Ernst von Wichsenstein, das "Haus" Plankenfels an seinen Oheim Ernst von Rüssenbach. Die Herren von Rüssenbach besaßen das eine Burggut in benachbarten Waischenfels. Nach dem Erlöschen des Geschlechtes mit Sebastian von Rüssenbach fiel Plankenfels der Markgrafschaft heim, und Markgraf Georg Friedrich verkaufte es zu Mannlehen an Hans Gilg von Laineck am 3. März 1573. Den Laineckern folgte ein Gerhard Christoph von Lüschwitz der 1649 das Rittergut Plankenfels an Wilhelm Friedrich von Schammelsdorf veräußerte. Die Belehnung des Friedrich Wilhelm von Schlammersdorf erfolgte am 13. Mai 1656 unter gleichzeitiger Mitbelehnung seiner vier Vettern. Siegfried Christoph Ludwig von Schlammersdorf, zuletzt Kammerherr in Bayreuth, war der letzte Angehörige der Linie Schlammersdorf zu Plankenfels. Nach seinem Tod wurde der hochfürstliche brandenburgische Kammerherr und Generaladjutant Karl Georg Christoph Ernst von Schlammersdorf zusammen mit seinem Neffen mit dem Rittergut zu Plankenfels am 21. August 1778 belehnt. Am 12. Juli 1786 wurde es aus dem Lehensverband gelöst und dem hochfürstlichen Kammerherrn, Gardeobristleutnant, Generaladjutanten und Amtshauptmann Karl Georg Christoph Ernst von Schlammersdorf und seinem Bruder, dem königlich preußischen Kapitän Christian Friedrich von Schlammersdorf als freies Eigen überlassen. Wappen über dem PortalWappen über dem Portal
Laut Eintrag in der Fasson von Plankenfels von 1808 heißt es, dass die Rittergüter Plankenfels, Plankenstein und Wadendorf von der Frau Hauptmännin von Egloffstein und von Trettau am 23. Juli 1786 erkauft worden seien. Sie betrieb eine Güterspekulation großen Ausmaßes, im Zuge derer sie auch Plankenfels erwarb. Das Schloss und Rittergut Plankenfels wurde aber dem Gemeingeschlecht der von Egloffstein übereignet und 1881 laut Urkunde an die Wirts- und Ökonomenwitwe Anna Maisel in Plankenfels verkauft. Anna Keck, geb. Maisel, ist eine Enkelin der Anna Maisel, ist eine Enkelin der Anna Maisel (heute Gastwirtschaft Schreyer).
Der evangelische Verein Plankenfels und die Kirchengemeinde Mengersdorf haben das Recht, in der Haukapelle des Nordflügels des Schlosses unentgeltlich und für ewige Zeiten alle vier Wochen Gottesdienst zu feiern.
Die einzig bekannte Zerstörung des Schlosses Plankenfels war im Bauernkrieg. Am 23. Mai 1525 nahm Peter Hofmann, der sich als oberster Hauptmann ausgeben hatte das Schloss Plankenfels ein und plünderte es. Paulus von Wichsenstein erhielt für die Zerstörung der Schlossanlage eine Entschädigung von 3.250 Gulden.
Schloss PlankenfelsPortal

Das Schloss Plankenfels befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Auf Anfrage ist es jedoch möglich, die Orangerie des Schlosses als Trauzimmer zu nutzen. Interessierte Hochzeitspaare bitten wir, sich an das Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft Hollfeld zu wenden.


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